Programmierung
Werkzeugzentrumsvorschub oder peripherer Vorschub
Werkzeugmittelpunktsvorschub vf oder peripherer Vorschub, vfm.
Die Programmierung einer Maschine basiert entweder auf dem Werkzeugmittelpunktsvorschub
vf (ohne Radiuskorrektur) oder dem peripheren Vorschub (mit Radiuskorrektur)
vfm.
Erfordert die Maschine eine Vorschubprogrammierung basierend auf dem Werkzeugmittelpunkt, wird aber ein peripherer Vorschub anstelle dessen bei Maschinen ohne Radiuskorrektur programmiert, dann wird der
fz- Wert zu hoch, was die Gefahr eines Ausfalls der Wendeschneidplatte zur Folge hat.
Auf Werkzeugmittelpunkt basierende Vorschubprogrammierung
Ohne Reduzierung des Zentrumsvorschubs erhöht sich fz in den Ecken.
Mit Reduzierung des Zentrumsvorschubs.
Die erzeugten NC-Codes berücksichtigen die Mitte des Fräsers und nicht den Außenbereich.
Beim geradlinigen Fräsen (G1) entspricht der periphere Vorschub vfm dem programmierten Vorschub vf, während der Außenvorschub (G2) größer als der Vorschub in der Werkzeugmitte ist. Daher muss der Tischvorschub vf, reduziert werden, um den Vorschub pro Zahn fz zu bewahren.
In der Tabelle finden Sie Reduzierungsfaktoren, die abhängig sind von folgenden Parametern:
- Verhältnis Fräserdurchmesser / Werkstückradius – Dc/radm
- Radiales Eingriffsverhältnis – ae/Dc
Reduzierung des Zentrumsvorschubs

Vorschubreduzierung vor Ecken
Die Vorschubreduzierung vor dem Erreichen einer Ecke ist besonders beim Fräsen mit hohen Schnittgeschwindigkeiten wichtig.
Während der Fräser auf geradem Weg in Richtung Ende der Linie G1 zugestellt wird, beginnt sich der Eingriffsbogen zu vergrößern. Daher muss der Vorschub vor dem Erreichen der Ecke reduziert werden, genauer innerhalb eines Bereichs von ln 50% x Dc.
Bei einer Maschinensteuerung mit moderner Look-Ahead-Funktion wird der Wechsel der Vorschubgeschwindigkeit automatisch vorgenommen.
Vorschubreduzierung im Bereich: ln = 50% Dc