Werkzeughalter – zum Gewindebohren


Wahl der Adapter

​Gewindebohrfutter

Die Gewindebohrfutter wurden für Gewindebohrarbeiten in Maschinen mit automatischem Werkzeugwechsel entwickelt. Eine spezielle Konstruktion gleicht Unterschiede zwischen Spindeldrehzahl und Gewindesteigung aus.
 
 

Schnellwechseleinsatz mit Gewindebohrfutter

Zwei Ausführungen sind lieferbar.
  • Positiv angetriebene Schnellwechseleinsätze, Typ SE
  • Drehmomentgesteuerte Schnellwechseleinsätze, Typ SES.
Beide mit Antrieb am Gewindebohrervierkant.
Typ SES verfügt über eine voreingestellte Sicherheitskupplung, die rutscht, wenn das Drehmoment einen vorgegebenen Wert überschreitet.

Gewindebohreraufnahmen für Linksgewinde sind auf Anfrage lieferbar.
 

 

Sonderanwendungen

​Synchronisiertes Gewindebohren

Selbst minimalste Unterschiede zwischen berechnetem Vorschub und tatsächlicher Steigung des Gewindebohrers führen zu extrem hohen Axialkräften an den Gewindebohrerflanken und dadurch zu erhöhtem Zerspanungsdruck.

Das synchronisierte Gewindebohrfutter 391.62 / 391.63 baut auf einem
Mikrokompensator auf, der radiale und axiale Abweichungen ausgleicht.

Mit diesem Gewindebohrfutter können die Axialkräfte an den Gewindebohrerflanken reduziert und dadurch die Standzeit des Gewindebohrers und die Qualität des Gewindes erhöht werden.
 
 

 

​Montageanleitung:

1. Spannzange entsprechend des Gewindebohrerdurchmessers wählen.
2. Ziehen Sie mit zwei Maulschlüsseln die Mutter fest.
3. Ziehen Sie die Mutter mit Hilfe eines Drehmomentschlüssel auf den empfohlenen Wert fest:

ER11: 16 Nm
ER20: 32 Nm
ER25: 108 Nm
ER40: 170 Nm

 

Gewindebohren ohne synchronisierte Schnellwechseleinsätze

 

​Um bei Maschinen, die nicht für synchronisiertes Gewindeschneiden ausgerüstet sind, optimale Bearbeitungsergebnisse zu erzielen, sind folgende Empfehlungen zu beachten:
  • Maschinenvorschub 10 % niedriger als theoretischen Wer (Gewindesteigung U/min) programmieren. Somit kann der Gewindebohrer genau an der Steigung schneiden
  • Schnitttiefe um 10 % reduzieren, um einen Werkzeugbruch zu verhindern
  • Darauf achten, dass beim Gewindebohren tiefer Bohrungen in weichen
    Werkstückstoffen wie z. B. Aluminium der Vorschub und die Schnitttiefe nur um 3-5 % reduziert werden.