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Fokus auf Innovation

Stories15. Oktober 2023

Dehradun, Indien. Dehradun, Indien. Als der indische Ölfeldausrüster Sara Sae sein Geschäft ausbauen wollte, bat er seinen Lieferanten Sandvik Coromant um Unterstützung – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Der 1978 gegründete indische Ölfeldausrüster Sara Sae Pvt Ltd beliefert Weltmarktgiganten mit seinen Produkten. Kennzeichnend für das Unternehmen sind seine Innovationsfreudigkeit und seine Bereitschaft, sich globalen Herausforderungen zu stellen.
„Mein Vater [Vijay Dhawan, heute Geschäftsführer] und sein Partner gründeten das Unternehmen“, erzählt Samir Dhawan, technischer Direktor bei Sara Sae. „Sie wollten ins Erdöl- und Erdgasgeschäft.“

Sara Sae begann, seine Produkte zu exportieren, und knüpfte Kontakte zu führenden Erdöl- und Erdgasunternehmen. 2007 hatte Sara Sae genügend Geld erwirtschaftet, um die Anteile seines Mehrheitsgesellschafters National Oilwell Varco zu übernehmen. Der nächste Schritt war eine Strategie für eine führende Stellung in diesem Segment.

„Als erstes erwarben wir die amerikanische Firma Consolidated Pressure Control“, sagt Dhawan. „Dann eröffneten wir Fabriken in Singapur, Dubai und im Oman.“

Es folgten die Investition in einen neuen Fertigungsbetrieb, der Kauf zweier Schmieden und die Errichtung einer vollautomatisierten Wärmebehandlungsanlage.

„Wir setzten auf zwei Strategien: Belieferung der Marktgiganten und Weiterentwicklung unserer Produkte“, so Dhawan. Sara Sae investierte massiv in neue Maschinen und bat seinen bisherigen Lieferanten Sandvik Coromant um technische Unterstützung. „Um global konkurrieren zu können, brauchten wir technisches Knowhow“, kommentiert Dhawan.

Besonders beeindruckt war er von Sandvik Coromants Productivity Improvement Program (P.I.P.). Sandvik Coromant stellte sich der Herausforderung und unterzeichnete ein Partnerschaftsabkommen mit dem indischen Unternehmen. Eines der ersten Ergebnisse war eine drastische Verkürzung der Fertigungszeit für eine Hydraulikzange.

„Statt 18 Stunden brauchten wir nur noch zweieinhalb für die Herstellung der Zange“, erinnert sich Dhawan.

Sein nächstes Projekt ist die Errichtung eines technischen Innovationszentrums. „Ich fand immer, Indien ist kein innovatives Land, und wer nicht innovativ ist, kommt nicht voran“, meint er. Er hat sieben Ingenieure des angesehenen Indian Institute of Technology sowie einen Industriedesigner vom National Institute of Design mit dem Aufbau des Zentrums beauftragt, das der Allgemeinheit zur Verfügung stehen soll.

„Hier sollen Prozesse und Produkte aus allen Sparten entwickelt werden“, betont Dhawan.
Zurzeit plant Sara Sae Standorte in zwei der wichtigsten Erdöl- und Erdgasmärkte – China und Russland. „Für mich ist es sehr wichtig, dass wir global produzieren“, sagt er.

Das Unternehmen will weltweit expandieren. „Wo auch immer gebohrt wird, werden wir zur Stelle sein“, schließt Dhawan.

DIE FERTIGUNG VON HYDRAULIKZANGEN ist bei Sara Sae inzwischen ein Kinderspiel dank Sandvik Coromants Productivity Improvement Program (P.I.P.).
„Früher dauerte die Herstellung einer Hydraulikzange 16 bis 18 Stunden, aber seit Einführung des P.I.P. brauchen wir nur noch gut zweieinhalb Stunden dafür“, sagt M Kandaswamy, Leiter Fertigung und Prozesskontrolle bei Sara Sae.

Kandaswamy ist schon seit vielen Jahren im Unternehmen tätig und weiß, wie sehr sich das Fertigungspersonal vor der Einführung des P.I.P. mit den Hydraulikzangen abmühte.

„Wir schafften im Monat knapp 14 oder 15 Zangen. Heute fertigen wir problemlos 30 Stück und haben noch Kapazität übrig“, erklärt Kandaswamy.

Im Rahmen eines P.I.P. Projektes analysierte Sandvik Coromant die Fertigungsabläufe bei der Fa. Sara Sae und präsentierte anschließend Management und Mitarbeitern die Optimierungsmöglichkeiten.

Laut Samir Dhawan, dem technischen Direktor bei Sara Sae, war man anfangs eher skeptisch gegenüber den geplanten Umsetzungsmaßnahmen und fragte sich, ob es denn tatsächlich möglich sein könnte, die benötigte Fertigungskapazität um acht Maschinen zu reduzieren. Nachdem sich die ersten Erfolge einstellten, sind nun alle (Management, Meister, Maschinenbediener) von den getroffenen Maßnahmen begeistert.

Beim P.I.P.-Projekt wurden die gesamten Prozessabläufe unter die Lupe genommen und optimiert. Das hat dem Unternehmen, das zu den globalen Playern im Ölfeldausrüstungsgeschäft gehören will, neben einer besseren Produktqualität noch beträchtliche Produktivitätsgewinne und eine deutliche Reduzierung der Kosten pro Bauteil eingebracht.

„Alle Mitarbeiter sind sehr zufrieden mit dem Projektablauf und der Zusammenarbeit mit Sandvik Coromant“, freut sich Kandaswamy.

Productivity Improvement Program

Das Productivity Improvement Programme (PIP) verbessert die Effizienz von Produktionslinien durch einen strukturierten Vier-Stufen-Prozess. chevron_right


Nitin Gadghe