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Eine Punktlandung

Aus technischer Sicht 2019-01-24 Michael Miller Pontus Höök

Ein amerikanisches Maschinenbauunternehmen, das komplexe Fahrwerkskomponenten für Flugzeuge herstellt, hat durch die Einführung von PrimeTurning™ die Bearbeitungszeiten drastisch verkürzt.

​In East Brunswick (New Jersey), 60 Kilometer südwestlich von New York, leitet Henry Dieken das Familienunternehmen Vahl Inc., das sich auf die Herstellung von Hightech-Fahrwerkskomponenten für eine Vielzahl von in den USA hergestellten Flugzeugen spezialisiert hat.

Sein Büro befindet sich über der 6.130 Quadratmeter großen Maschinenhalle. Er teilt es mit seinem gefiederten Freund Tico, einem 33-jährigen Molukkenkakadu, der auf einem Reservestuhl sitzt. „Er ist der Wachhund“, erklärt Henry. 1938 in Deutschland geboren, kam Henry 1959 als Werkzeugmacher in die Vereinigten Staaten und wurde nach kurzer Zeit von Vahl eingestellt. Eine der Aufgaben des Unternehmens war damals die Herstellung von Teilen für die Mondlandefähre der Apollo-Mission, die 1969 erstmals auf dem Mond landete.

Henry kaufte sich 1973 in das Unternehmen ein und besitzt es heute gemeinsam mit seinem Sohn und seinem Enkel, die beide im Fertigungsbetrieb arbeiten, sowie mit dem Sohn eines ehemaligen Partners. Er wurde kürzlich 80 Jahre alt, denkt aber noch nicht an den Ruhestand. Auf jeden Fall möchte er noch die Ergebnisse sehen, die durch eine kürzlich erfolgte Integration des PrimeTurning™ Konzeptes von Sandvik Coromant bei Vahl entstehen. „Diese Investition wird sich langfristig auszahlen“, erläutert er.

Seit Februar 2018 setzt das Unternehmen PrimeTurning™ ein, eine Lösung, die es dem Zerspanungsmechaniker ermöglicht, auf einer CNC-Drehmaschine das Drehen in alle Richtungen wesentlich effizienter und produktiver durchzuführen, als dies mit konventionellem Drehen möglich wäre. Bisher hat die Vahl Inc. PrimeTurning™ für die Herstellung von drei Fahrwerksteilen eingesetzt: einem Gelenkkopf für den Stealth-Jäger F-35 von Lockheed Martin und einer Bolzen- und Seitenstrebenbefestigung für den Kampfjet F-18 von Boeing.


„Wir haben bei allen drei Komponenten eine enorme Zeitersparnis realisiert“, ergänzt Jerry Dieken, der Sohn von Henry Dieken. Der erste Schritt zum Entfernen von Material für die F-18-Seitenstrebe benötigte früher eine Stunde und drei Minuten. Mit PrimeTurning™ dauert es nun 19 Minuten, eine Reduzierung um nahezu 70 Prozent. Gleiches gilt für das Schlichten des Gelenkkopfes/Gelenklagers für die F-35, eine Bearbeitung, die früher 45 Minuten benötigte. PrimeTurning™ hat diese Zeit auf neun Minuten reduziert, ein Rückgang um 80 Prozent.

Jerry Dieken war so beeindruckt von den Ergebnissen, die er mit PrimeTurning™ erzielt hatte, dass er im August 2018 ein Video der Bearbeitung auf LinkedIn veröffentlichte. „Es wurde innerhalb von 24 Stunden 2.000 Mal aufgerufen, obwohl ich nur etwa 300 Follower habe“, berichtet er.

Offensichtlich hatte die Nachricht vom Einsatz des neuen Verfahrens Interesse in der Branche geweckt. Viele wollten mehr über diesen neuen Bearbeitungsansatz erfahren, bei dem die Wendeschneidplatte in Richtung des Reitstocks der Drehmaschine und nicht in Richtung des Spannfutters geführt werden kann.

„Wir werden das Werkzeug jetzt wirklich überall einsetzen“, fährt Jerry Dieken fort. „Natürlich benötigen wir Zeit für die Neuprogrammierung. Wir können jedoch die Maschinenzeit erheblich verkürzen, und die Neuprogrammierung ist ein Kinderspiel.“

​Als er auf einem Tag der offenen Tür bei DMG MORI das erste Mal von PrimeTurning™ hörte, war Dieken sofort fasziniert. „Das Konzept ist völlig neu“, fügt er hinzu. „Es wird alles buchstäblich auf den Kopf gestellt, vom Drehen in die bisherige Richtung zum Drehen in eine andere Richtung und das mit größerer Schnitttiefe und höheren Vorschüben.“ Schnitttiefe und Schnittgeschwindigkeit sind die Schlüsselfaktoren für die enorme Zeitersparnis durch PrimeTurning™. Auf der Seite von Sandvik Coromant wurde die Einführung von PrimeTurning™ bei Vahl vom Vertriebsingenieur Digant Patel und dem Bearbeitungsspezialisten Tony Wild unterstützt.

Derzeit setzt die Vahl Inc. PrimeTurning™ auf zwei Maschinen ein. Das Unternehmen plant bereits auch auf weiteren Maschinen zukünftig mit PrimeTurning™ zu arbeiten. Derek Dieken, Sohn von Jerry Dieken und Enkel von Henry Dieken, betont jedoch die Notwendigkeit, jeden neuen Job zu prüfen, um zu beurteilen, ob er für PrimeTurning™ geeignet ist. „Es ist kein Drehwerkzeug, das man bei wirklich jedem Bauteil einsetzen könnte“, stellt er fest.

Jerry Dieken erklärt dies so: „Wenn ein Auftrag hereinkommt, werden wir im Einzelfall prüfen, was wir tun können. Es gibt bestimmte Bedingungen, die vorliegen müssen. Man muss in der Lage sein, das Teil im Spannfutter fest einzuspannen, und man muss den Reitstock unterstützen. Jeder Job ist einzigartig.“

Dennoch sieht er erhebliche Ausbaumöglichkeiten. „Ich kann mir vorstellen, dass ich die gesamte Schruppbearbeitung auf unseren Maschinen mit PrimeTurning™ erledige“, ergänzt Dieken.


 

 

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